
Downhill-Kiwi mit DJI Avinox:Das Velduro Rogue R im ersten Test
Downhillzertifizierung, DJI Avinox Antrieb und eine Geometrie fürs Bergab-Ballern: Wir haben das neue Mid-Pivot E-Mountainbike der Newcomer Marke aus Neuseeland im ersten Test für dich hart rangenommen.
Stell dir vor, du lebst in Neuseeland. Dein Vorgarten besteht aus den legendärsten Spots der Welt: Central Otago, Alexandra oder Queenstown.
Staubige, verblockte Enduro-Lines, die deinem Material alles abverlangen, und Downhills, die normalerweise zwingend einen Lift-Pass erfordern.
Dein „Problem“: Du hast schlichtweg keinen Bock mehr auf die überteuerten und gehypten Edelmarken, die im Marketing zwar glänzen, aber auf deinen harten Gravity-Tracks am Ende doch nur Kompromisse machen.

Selber besser machen: Die Velduro-Story
Anstatt für einen schicken Namen und künstlichen Hype eine Hypothek aufs Haus aufzunehmen oder die linke Niere verkaufen zu müssen, entscheidest du: Ich bau mir mein eigenes Baller-Gerät – ohne Bullshit, aber mit maximaler Performance für das gröbste Gelände.
Genau das ist die Story hinter der erst 2024 ins Leben gerufenen Newcomer-Marke Velduro.
Hier in Europa noch völlig unbekannt, schickt sich Velduro an, den Markt mit einer ordentlichen Portion Kiwi-Attitüde aufzumischen. Speerspitze des Angriffs: das neue Velduro Rogue R.
Dank des bahnbrechenden DJI Avinox M1 Antriebs, einer echten Downhill-Zertifizierung und einer radikalen Geometrie verspricht es, das ultimative E-Mountainbike für Gravity- Fans zu werden – auch und gerade dort, wo kein Lift steht.
Das Velduro Rogue R bei 2-Cycle in Freiburg
Wir haben das Neuseeland-E-MTB für dich bereits über die Steinfelder der Borderline und die Wurzeln am Rosskopf gejagt.
Kann der DJI Avinox Antrieb mit 120 Nm Drehmoment und 1.000 Watt Maximalleistung auch in diesem massiven Gravity-Chassis voll überzeugen? Unser Test verrät es dir. Viel Spaß beim Lesen!
Velduro Bikes: Die Antithese zum Konzern-E-MTB
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Bevor wir das Rogue R auf den Trail entlassen, werfen wir einen Blick hinter die Kulissen – und der ist fast so spannend wie das Bike selbst.
Vergesst anonyme Heerscharen an Produktmanagern in verglasten Konzernzentralen.
Bei Velduro reichen tatsächlich nur acht Hände, vier helle Köpfe und eine Überdosis Leidenschaft für das Projekt „perfektes E-MTB“.
Dass das Kernteam nur aus vier Personen besteht (darunter der australische Designer Hugh Flowers), ist jedoch kein Hindernis, sondern ihr größter Vorteil.
Die Kiwis haben nämlich ein gewaltiges As im Ärmel: Erstklassige, über Jahre gewachsene Connections zu den führenden MTB-Konstrukteuren und Bike-Cracks in China.
Diese „Secret Sauce“ ist der Grund, warum die kleine Schmiede technologisch in einer Liga spielt, in der sonst nur die Branchenriesen mitmischen.
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Geiles Material bezahlbar machen
Die Vision hinter Velduro ist so simpel wie ambitioniert: High-Spec-Bikes zu fairen Kursen anzubieten.
Nach dem bombastischen Erfolg von Amflow war für die Neuseeländer schnell klar: Wer das Thema Gravity-E-MTB heute neu definieren will, kommt am DJI Avinox Antrieb nicht vorbei.
Doch während das Amflow vor allem anspruchsvolle Touren- und Trailbiker extrem happy macht, verpflanzen die Kiwis die „geheime Zutat“ nun in ein echtes Baller-Chassis für die grobe Fraktion.

Das Velduro Rogue R im Ersteindruck: 172 mm Baller-Potential mit Ansage
Butter bei die Fische: Schon beim ersten „Probeschauen“ des neuen Velduro E-Mountainbikes wird klar, dass die Kiwis und Chinesen ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Das Frame-Design strahlt eine Wuchtigkeit aus, die sofort Vertrauen weckt. Du setzt dich
drauf und fühlst: Ja, das passt.
Klar ist aber auch: Im Vergleich zu vielen „Hungerharken“ aus dem Light-E-MTB-Segment wirkt das Bike der Neuseeländer geradezu muskulös. Das Coole daran: Das Rogue R steht kräftig und satt da, ohne dabei optisch schwerfällig zu wirken.
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Design & Verarbeitung: Form follows function
Kennst du diese Bikes, denen man ansieht, dass sie für den harten Einsatz gebaut wurden? Das Velduro schlägt genau in diese Kerbe.
Das Design würden wir als klassisch-zeitlos einordnen – und das ist bei uns ein echtes Kompliment.
Das Rogue R kommt ohne unnötigen Schnörkel aus dem Karton. Stattdessen dominieren fließende, klare Linien ohne übertriebene CAD-Experimente.
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Vollcarbon-Finish auf High-End-Niveau
Der Vollcarbon-Rahmen ist penibel sauber verarbeitet und steht den Hochpreismodellen etablierter Marken auch auf den berühmten zweiten Blick in nichts nach.
Das massive Unterrohr beherbergt den 800 Wh Akku des DJI Avinox Antriebs so dezent wie möglich.
In natura kommt das matte Schwarz in Kombination mit dem goldenen „Velduro“- Schriftzug schön edel rüber.
Die Qualität überzeugt auch beim kritischen Check. Oder um es im Jargon eines früheren deutschen Auto-Managers zu sagen: „Da scheppert nix!“
Und ja: Velduro beweist, dass Made in China im E-Mountainbike Bereich mittlerweile mehr als nur mithalten kann!
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Geometrie für die Falllinie
Besonders das großzügig dimensionierte Steuerrohr lässt erahnen, was dieses Bike am liebsten mag: Steile, harte Sektionen.
Mit einem flachen Lenkwinkel von 63,5° ist das Rogue R ein klares Statement für Laufruhe und Sicherheit, wenn es technisch anspruchsvoll wird.

Fahrwerk & Flexibilität: Ein Chassis, zwei Welten
Die Kiwis knausern nicht beim Federweg: Mit bis zu 172 mm am Hinterbau (je nach Stellung des Flip-Chips in Pro- oder STD Stellung) ist das Rogue R bereits auf dem Papier ein echtes Bügelbrett.
Fox-Power für maximale Kontrolle
In der von uns gecheckten Version kommen hochwertige Fox-Elemente zum Einsatz: Die wuchtige Fox 38 an der Front und der bewährte Fox Float X2 am Heck sorgen für Bodenhaftung.
Wahlweise kannst du beim Top-Spec auch direkt ins oberste Regal zu den goldenen Fox Factory Parts greifen.
Insider-Tipp: Warum für viele Rider bereits die günstigere Rogue X-Build Variante ausreichen könnte, verraten wir dir später im Ausstattungs-Check.
Mullet oder 29er? Du entscheidest!
Besonders cool für Individualisten: Dank der cleveren Geometrie bist du nicht auf ein Laufrad-Konzept festgelegt.
Das Rogue R lässt sich sowohl als laufruhiger 29er als auch als wendiges Mullet-Setup (29“ vorne, 27,5“ hinten) fahren. Für die engen, technischen Freiburger Trails ist die Mullet-Option oft der "Cheat-Code" für mehr Agilität.
Park-Fans, die sich maximale Laufruhe wünschen, fahren mit den 29“ Laufrädern vorn und hinten am besten.

Mid-Pivot & i-Track: Was macht das Zahnrad an der Schwinge?
Wenn du das Velduro Rogue zum ersten Mal siehst, fällt dein Blick unweigerlich auf die kleine Umlenkrolle (den „Idler“) über dem Kettenblatt.
In einer Welt, in der E-MTBs immer cleaner werden, wirkt das fast schon wie ein Rückschritt in die Industrialisierung. Doch lass dich nicht täuschen: Dieses System ist der eigentliche Grund, warum das Rogue R im harten Gelände so gnadenlos performt.
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Das Geheimnis des rückwärtigen Radhebungswegs
Normalerweise bewegt sich das Hinterrad beim Einfedern in einem Bogen nach vorne-oben – also genau gegen das Hindernis. Das Rad „bleibt hängen“.
Das Mid-Pivot-Design des Velduro verschiebt den Drehpunkt der Schwinge nach oben.
Der Effekt: Das Hinterrad weicht bei Schlägen nach hinten-oben aus. Es bewegt sich also mit dem Hindernis weg, statt dagegen zu kämpfen. -
i-Track: Warum die Rolle an der Schwinge sitzt
Es gibt verschiedene High-Pivot-Systeme. Velduro nutzt das patentierte i-Track System. Der Clou: Die Umlenkrolle ist direkt an der Kettenstrebe montiert.
- Kein Pedalrückschlag: Bei 120 Nm DJI-Power willst du nicht, dass der Hinterbau beim Einfedern an deinen Pedalen zieht. i-Track eliminiert diesen „Pedal Kickback“ fast vollständig.
- Maximale Traktion: Das System wurde von den Kiwis exakt auf die
Drehmomentkurve des DJI Avinox abgestimmt. Es sorgt dafür, dass das Hinterrad beim Klettern förmlich in den Boden gepresst wird, statt durchzudrehen.
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Die Optik: Gewöhnungsbedürftig, aber sinnvoll
Ja, die Kette läuft einen Umweg. Ja, das sieht im ersten Moment ungewohnt aus. Und ja, eine Umlenkrolle ist ein Bauteil mehr, das ab und zu einen Tropfen Öl braucht.
Aber der technische Vorteil ist so massiv, dass man die Optik nach der ersten Wurzelpassage nicht nur akzeptiert, sondern feiert. Es ist die Antithese zum „Show-Bike“ – es ist Performance-Design in seiner reinsten Form.
Die Velduro Rogue Modelle im Überblick: Vom Framekit zum High-End-Boliden
Schrauber-Traum fürs Individual-E-MTB oder Ready-to-Race ab Werk: Velduro lässt dir beim neuen Rogue die Wahl.
Neben dem Framekit (wahlweise direkt inklusive Fox-Dämpfer) für alle, die sich ihr Traumbike von der Pike auf selbst zusammenstellen wollen, schicken die Neuseeländer zwei fair kalkulierte Komplettmodelle ins Rennen.

Das Velduro Rogue R auf dem Trail
Theorie ist eine Sache. Was wirklich zählt, ist auf dem Trail. Darum haben wir das neue Velduro Rogue R über unsere Freiburger Hausberge gejagt, um herauszufinden, ob die neuseeländische Geometrie und die chinesische Motoren-Power auch im Schwarzwald harmonieren.
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Das Velduro Rogue R im Uphill:
Wer den DJI Avinox M1 bereits aus dem Amflow kennt, weiß: Power ist hier nie das Problem.
Auch das Rogue R klettert extrem zuverlässig und schiebt dich mit seinen 120Nm Drehmoment auch Rampen hoch, bei denen du früher (zumindest beim Bio-Bike) bereits beim Anschauen abgestiegen bist. Der Sitzwinkel von effektiven 78° ist modern und rückenschonend.
Klar ist aber auch: Die rohe Kraft will kontrolliert werden. Die Traktion ist dank des aktiven Hinterbaus gut bis sehr gut. An besonders steilen Stellen oder wirklich feuchtem Untergrund braucht es aber mehr Gefühl im Pedal - andernfalls verpufft die Power.
Dies geschah in unserem Test aber nie plötzlich, sondern kündigte sich transparent an.
Unser Tipp: Im TRAIL-Modus fahren reicht eigentlich. Das spart nicht nur Saft im Akku, sondern sorgt für natürlicheren Fahr-Flow.
Der Avinox Motor von DJI liefert da bereits sehr gute und verlässliche Unterstützung.
Interessant: Das Gewicht der 800 Wh Batterie und des massiven Rahmens spürst du beim technischen Klettern zwar, aber der Motor macht das mehr als wett.
Es fühlt sich weniger nach Arbeit an, sondern mehr nach einer souveränen Fahrt im eigenen Sessellift.
Sehr cool: Der DJI Antrieb ist leise. Du verscheuchst also nicht die halbe
Waldbewohnerschaft beim Uphill. -
Das Velduro Rogue R im Downhill: Die Lizenz zum Draufhalten
Sobald die Schwerkraft übernimmt, zeigt das Rogue R sein wahres Gesicht. Das Fahrverhalten lässt sich am besten als Bügeleisen beschreiben.
Sicher, schnell und gut kontrollierbar ballert es in Richtung Trail-Ausgang. Die Traktion bergab sowie die Ansprechverhalten am Heck laden dich förmlich dazu ein, der Bremse ein temporäres Sabbatical zu gönnen.
Anders als andere Testberichte hatten wir auch auf harten Abfahrten kein Motorklappern oder andere Geräusche vernommen.
Das Gewicht hat neben all seinen Vorteilen aber auch einen Preis: Leichtfüßiges Jumpen oder eine extrem verspielte Agilität finden Biker beim Rogue R nicht vor – dafür ist die Masse zu präsent und die Physik lässt sich eben nicht überlisten.
Wer aber ein schluckfreudiges, gripstarkes Abfahrtsgerät mit massiven Reserven sucht, ist hier goldrichtig. Die Spurtreue ist phänomenal.
In vielen Situationen heißt es einfach: Linie wählen, draufhalten, festkrallen und freuen.
Ein weiteres Plus: Die Sicherheit, die das Bike vermittelt, sorgte bei uns dafür, dass sich bereits nach wenigen Anliegern und Hindernissen ein echtes „Feels like home“-Gefühl einstellt.
Wichtig für alle sehr aktiven Rider, die Airtime lieben: Ja, du kannst das Rogue R in die Luft bringen. Es kostet aber Körner.
Sweetspot im Downhill ist und bleibt der Bodenkontakt. Hier bügelt das Rad verblüffend effizient über Hindernisse. Downhill- und Bikeparkfans erwartet damit ein echter Nobrainer.

Fazit: Das Velduro Rogue R – Die Abrissbirne für den Hausberg
Das Velduro Rogue R ist die perfekte Antwort für alle Enduro- und Parkshredder, die keinen Lift vor der Nase haben, aber trotzdem keine Lust auf Kompromisse beim Downhill haben.
Dieses Bike frühstückt Steine, Wurzeln und technische Hindernisse so easy ab, als wären es Knoppers-Riegel um halb zehn in Deutschland.
Dank des bärenstarken DJI Avinox Antriebs und der massiven 800-Wh-Batterie verliert selbst die steilste Rampe und längste Tour ihren Schrecken.
Dass man das Bike zudem wahlweise als wendiges Mullet oder laufruhiges 29-Zoll-Geschoss fahren kann, macht es zu einem extrem vielseitigen Partner für grobes Gelände.
Wer aber ein maximal agiles, verspieltes Trailbike sucht oder jedes Gramm am Rad zählt, wird hier nicht glücklich. Das Rogue R ist ein Kraftpaket, das seine enorme Laufruhe mit einem Gewicht von über 24 kg erkauft.
Wer jedoch die Falllinie liebt und ein Rad sucht, das einem im Grenzbereich massiv den Rücken freihält, findet hier einen echten Nobrainer.